Trau(m)kleid: Meine Bachelorarbeit (WIP)

Warum hier in letzter Zeit so wenig los ist? Ganz einfach: weil ich nach 3,5 Jahren Modedesignstudium nun mitten in meiner Bachelorarbeit stecke und so gut wie jeden Tag mit der Arbeit daran verbringe. Zum Glück macht mir diese Arbeit wahnsinnig viel Spaß, denn ich habe ein Thema gewählt, das mir wirklich sehr am Herzen liegt und mit dem ich mich am liebsten den Rest meines Lebens beschäftigen möchte: Brautmode!

Unter dem Titel „Trau(m)kleid“ beschäftigt sich meine theoretische Arbeit zunächst mit der Geschichte der Brautmode. Mein eigener Anspruch ist es jedoch, eine moderne Kollektion mit neuen Formen zu schaffen, anstatt die immer gleiche Silhouette (enges Mieder, weiter, langer Rock) nur abzuwandeln. Besonders wichtig ist mir Individualisierbarkeit, um die Persönlichkeit jeder einzelnen Braut zu unterstreichen – und damit ihren eigenen Stil und Körpertyp.

Zunächst schwebte mir eine Art Modulsystem vor, bei dem einzelne Schnittteile ausgetauscht werden können, um den Wünschen der Braut zu entsprechen. Da ich mich jedoch bereits zu Anfang entschieden hatte, mit Spitze zu arbeiten, wurde diese Idee mittlerweile verworfen – denn ich möchte die Musterung der Spitze nicht durch unnötige Nähte zerstören. Stattdessen ist es nun meine Idee, eine Vielzahl an Varianten durch eine individuelle Schichtung der Einzelteile zu erreichen. Dies würde auch eine Wiederverwendbarkeit einzelner Kleidungsstücke nach der Hochzeit ermöglichen.

Bei der Wahl der Farben ließ ich mich von meinem Gefühl – und einigen Farbtrends fürs Frühjahr 2015 – leiten. Ich wollte zwar auch viel Weiß in meiner Kollektion haben, diese aber durch kräftige Farben ins Hier und Jetzt holen. Letztendlich fiel die Wahl auf dieses Farbschema, das ich im wunderbaren „Marry Mag“ entdeckte:

Wie die jetzigen Entwürfe aussehen, wird noch nicht verraten. Aber eine Sache kann ich euch noch erzählen: ich habe im Vogtland einen wunderbaren Partner gefunden, der alle Stoffe nach meinen Vorstellungen bestickt. Ich bin so gespannt auf die Ergebnisse!

Nach einigem Überlegen habe ich mich zwar entschieden, meine Bachelorarbeit nicht auf einer Umfrage aufzubauen, aber ich würde mich trotzdem sehr über eure Kommentare freuen. In welchem (Kleider-)Stil habt ihr geheiratet oder würdet ihr heute heiraten? Welche Rolle spielen für euch Wiederverwendbarkeit und Farbe? Ich bin wirklich gespannt auf eure Gedanken!

Frohe Ostern!

Alles Liebe,

36 thoughts on “Trau(m)kleid: Meine Bachelorarbeit (WIP)

  1. Liebe Laura,
    ich bin sonst stille Leserin Deines wunderbaren blogs aber Brautmode ist einfach so ein tolles Thema:)
    Ich selbst habe (hoch-)schwanger geheiratet und fand es unglaublich schwer ein schönes Brautkleid für diesen Anlass zu finden. Ich habe mich dann für ein weißes Spitzenkleid mit langen Ärmeln aus durchsichtiger Spitze, einem Knielangen Unterkleid und Satinband über dem riesigen Babybauch entschieden. Ich fand viele Kleider auch zu „erwachsen“. Da ich mit 22 geheiratet habe, wünschte ich mir ein jugendliches Kleid und fand nur wenig Auswahl. Vielleicht wird es in Deiner Kollektion ja auch ein Kleid für Schwangere geben?
    Viele liebe Grüße an Dich,
    Hannah

    1. Liebe Hannah,

      danke für deinen lieben Kommentar! (: Dein Kleid klingt sehr süß! Du hast recht, „junge“ Brautmode und Brautmode für Schwangere ist Mangelware. (;

      Alles Liebe,
      Laura

  2. Hallo,
    ich habe 1993 in Leipzig geheiratet, in einem weißen ,kurzen Spitzenkleid. Der Rock war in 3 Stufen. Die Ärmel ganz aus Spitze und 3\4 lang. Das Kleid war mit Taft(?) unterlegt ( außer der Ärmel), so das man nicht durch gucken konnte. Ich würde immer wieder ein kurzes Kleid nehmen, weils mir einfach besser gefällt.
    Einige Jahre habe ich mal ein einer chem. Reinigung gearbeitet, in der auch Brautkleider gereinigt werden. Mir hat fast keins gefallen. Immer nur nach Schema F, Made in China. Nur 1x war eines dabei ,da sagte die Frau , das sie das Kleid 1962 selbst für ihre Hochzeit genäht hat. Was soll ich sagen, das Kleid war ein Traum. Es war ein kurzes, knielanges Kleid aus Seide(?). Wunderschön.
    Ich wünsche dir für deine Arbeit alles Gute und noch schöne Osterfeiertage.
    Gruß Silke

    1. Liebe Silke,

      danke für deinen lieben Kommentar! Du hast recht, mir gefallen die meisten „normalen“ Kleider auch gar nicht. Das von dir beschriebene selbstgenähte Kleid klingt fabelhaft, ich würde es gerne sehen!

      Alles Liebe,
      Laura

  3. Hallo Laura,

    das sieht interessant aus, bin gespannt auf die fertigen Modelle!
    Ich werde bald in der Florentine von noni heiraten, inklusive eines tollen blauen Boleros :-) ich denke mal, dass ich das Kleid wahrscheinlich nicht erneut anziehen werde, außer auf der nachfolgenden Party. Ist schon was schade, aber es hat mir so gut gefallen, dass es trotzdem ausgewählt wurde. Jacke, Kopfschmuck und Schuhe werden aber sicherlich noch Mal Verwendung finden.
    Generell wäre ich prinzipiell für erschwingliche und trotzdem schöne Mode. Hat allerdings nicht so ganz geklappt… 0:-) dafür ist es nun Made in Germany inklusive meiner eigenen Vorstellungen von einem sehr netten Team und nicht ein 0815 Kleid aus China.
    Weiterhin viel Erfolg beim Entwickeln und Schreiben!

    1. Liebe Charly,

      das klingt zauberhaft, ich liebe die Modelle von noni! Und ganz ehrlich: was ist bei Brautmode schon erschwinglich? In einem Fachgeschäft bezahlst du auch nicht weniger für oftmals viel geringere Stoff- und Verarbeitungsqualität, vom Design ganz zu schweigen. Daher: gute Wahl! Ich wünsche euch einen unvergesslichen Tag!

      Alles Liebe,
      Laura

  4. Hallo Laura,

    ich bin nicht verheiratet, doch eine Freundin von mir heiratet im Sommer, so dass ich mich (als ausgewählte Moderatorin des Tages) auch ein wenig damit beschäftige.

    Mein Traumkleid wäre wohl eher in Elfenbein mit wenig schnick schnack.
    Evtl. mit ein paar farbigen Highlights, denn ich bin der Meinung, dass man mittlerweile nicht unbedingt ein weißes Brautkleid braucht. Für mich steht im Zusammenhang mit kirchlicher Hochzeit die Farbe „weiß“ für „Unschuld“ und so unschuldig sind wir ja alle nicht mehr ;-)

    Ich bin gespannt wie deine Reise weitergeht, denn ein „wiederverwendbares Brautkleid“ find ich klasse ;-)

    Herzlichst

    1. Da hast du recht, „Unschuld“ ist die ursprüngliche Assoziation und daher heute nicht mehr unbedingt passend. (; Aber man kann das Ganze ja auch umdeuten und Weiß als Farbe eines besonderen Tages sehen – und z.B. im Anschluss färben lassen. Oder man wählt gleich ein farbiges Kleid! (:

      Danke jedenfalls für deinen lieben Kommentar,
      Laura

  5. Heyho, hier der Post zu meiner Hochzeit und dazugehörigem Kleid.
    http://partywoods.blogspot.de/2013/08/wi-wa-wedding.html

    Ich hab das Oberteil angelehnt an einen Burdaschnitt konstruiert, das Rockteil ist im Prinzip ein VoKuHiLa-Tellerrock und da der Oberstoff ganz durchsichtiger weißer Voile ist, hab ich darunter ein Unterkleid aus Jersey. Da ich gewünschten Grünton damals nicht gefunden habe, hab ich den Stoff einfach selber gefärbt gehabt. Da wir nach der Hochzeit keine Zeit für Flitterwochen hatten, haben wir das eben vor der Hochzeit gemacht. Wir waren in Andalusien. Und weil es da so viele Orangenbäume gibt, hab ich als kleinen Hinweis darauf eine kleine Orange am Ausschnitt des Unterkleids angenäht. Ich würde das Kleid heute auch wieder genauso anziehen.

    Achso und übrigens liebe Laura, hier noch ein Foto, wo ich deine schöne Brosche trage:
    http://partywoods.blogspot.de/2014/04/baby-break.html

    Ich wünsch dir viel Spaß und Erfolg bei der Arbeit an deiner Bachelorarbeit und bin sehr gespannt auf die weiteren Berichte!

    Frohe Ostern!

    1. Liebe Anne,

      dein Kleid war auch wunderschön (sehr schlicht und elegant und passend für dich!) ebenso wie eure Location und natürlich dein Bräutigam. (: Das Bild von eurem süßen Nachwuchs ist auch toll – herzlichen Glückwunsch nochmal! (:

      Danke für deinen lieben Kommentar,
      Laura

  6. Liebe Laura,
    bin schon ganz gespannt auf deine ersten Entwürfe. Kenne das auch nur zu gut. Sitze gerade an meiner Masterareit und komme auch zu nix sonst.Wenn ich dann mal frei habe pflege ich dann auch mal soziale Kontakte und irgendwie kommt dann die Selbstmacherei zur Zeit etwas kurz. Aber naja.
    Hinsichtlich deiner Ideen bin ich schonmal von dem Grundkonzept sehr angetan. Ich selbst habe noch nicht geheiratet und bin auch nicht unbedingt so der Fan (und der Typ für) von dem a-typischen Kleidchen in weiß. Bin also sehr gespannt auf deine Ergenbnisse. Die Farben gefallen mir auch schonmal. Nur grün fehlt mir irgendwie.
    Ansonsten weiter so
    Liebe Grüße
    Das Moos von http://www.moosteppich.blogspot.de

  7. Was für ein wunderschönes Thema für Deine Bachelorarbeit! Ich bin schon auf die Resultate gespannt.
    Mein Brautkleid habe ich damals nach eigenen Ideen und Wünschen gezeichnet und eine befreundete Schneiderin hat es mir entsprechend genäht. Das Kleid ist weiß, etwas anderes wäre für mich nicht in Frage gekommen. Crème steht mir so gar nicht. Das Oberteil ist eng, läuft vorn mittig spitz zu und ist von Spitze überzogen. Die kurzen Ärmel sind nur aus Spitze. Der Rücken hat einen tiefen V-förmigen Ausschnitt, der durch drei Riegel verbunden wird. Das Kleid ist bodenlang aber ohne Schleppe, dafür mit einem Reifrock zu tragen. (Das war in der Sommerhitze seehr angenehm!) Hinten hat es noch zwei unterschiedlich lange, aufgesetzte schleppenähnliche Stoffteile (keine Ahnung, wie man das nennt). Hinten beim Übergang von Oberteil zum Rock 3 Stoffrosen.
    Ich hatte nicht vor, das Kleid (oder Teile davon) nochmals zu tragen. Aber an unserem Hochzeitstag (außer während der Schwangerschaften) ziehen wir unsere Outfits jedes Jahr an und tanzen nach unserem Hochzeitslied. Glücklicherweise passt es auch nach 17 Jahren noch. Heute würde ich aber sicher einen anderen Stil wählen, Mode und Geschmack haben sich einfach geändert. „Damals“ war ich auch noch 23 Jahre jung.
    Ich wünsche Dir noch ganz viel Spaß an der Arbeit!
    LG,
    Ines

    1. Liebe Ines,

      dein Kleid klingt auch schön und passend in die späten 90er. (: Und ich finde es großartig, dass ihr die Kleider seit 17 Jahren zu jedem Hochzeitstag tragt und zu eurem Lied tanzt, das ist irre romantisch! Ganz wunderschön und absolut kopierenswert. Ich danke dir für deinen lieben Kommentar!

      Viele Grüße,
      Laura

  8. Ich habe zwar nicht vor, irgendwann zu heiraten, aber deine Collagen, Skizzen und Ideen finde ich wie immer wunderschön :-)

    Müsste ich ein Kleid für einen besonderen Anlass aussuchen, wäre mir wohl am wichtigsten, dass ich mich darin einerseits wohl und andererseits attraktiv fühle.
    Meine Wahl fiele dann wohl auch eher auf eine altbekannte, „langweilige“ Silhouette (enges Mieder, weiter Rock ;-), von der ich weiß, dass sie mir steht und dass ich mich darin gut fühle und die experimentellen „Ballon-Silhouetten“ würden links liegen gelassen.

    In weiten Kleidern, die die Figur verhüllen, fühle ich mich einfach nicht attraktiv und zudem sehr „alt“, egal wie schön die Muster sind (z.B. liebe ich die Farben und Muster von Gudrun Sjöden, aber gerade die weiten Schnitte sind als Mädel Mitte Zwanzig einfach nicht mein Ding).

    Dafür bin ich immer für tolle Farben, schöne Muster und besondere Details und würde wohl eher versuchen, ein Kleid zu finden, das bei diesen Aspekten ein bisschen „heraussticht“. Blütenweiß ist mir nun wirklich zu langweilig.

    Die Idee, einzelne Kleidungsstücke nach der Hochzeit wieder zu verwenden, finde ich super. Wozu so viel Geld für ein Kleid ausgeben, dass man eh nur einmal trägt?
    Man muss es danach ja nicht täglich zur Arbeit tragen können, aber wenn man Einzelteile zu besonderen Anlässen nochmal anziehen kann, ist das doch klasse und erinnert bei jedem Tragen noch einmal an den Tag, an dem man es zuerst anhatte :-)
    Insofern würden auch Farben und Muster an einem Brautkleid die Wiederverwendbarkeit erhöhen, denn gerade reinweiße Kleider werden ja außerhalb der eigenen Hochzeit kaum angezogen, aus Angst, „zu sehr nach Braut“ auszusehen :-)

    Ich bin schon gespannt auf die fertige Kollektion …

    1. Liebe Wiebke, es ist doch auch gut, wenn man weiß, was einem steht und ich persönlich habe auch nichts gegen körperbetonte, feminine Kleider. (; Aber es geht ja darum, mit meiner Arbeit auch mal neue Wege zu beschreiten, daher der Anspruch an vielfältigere Silhouetten.

      Danke auch für deinen interessanten Input! (:

      Alles Liebe,
      Laura

  9. Oh, das ist ja interessant.
    Ich habe 2006 in einem auf mich zugeschneiderten Kleid geheiratet. Das Mieder oben war eng und ärmellos, mit einem Haufen Stickerei und Pailetten (oder wie man das nennt), der Rock war weit und schlicht (einfach weiß) und der Bolero war auch ganz schlicht. Einen Schleier hatte ich auch (weil das so Tradition in der Heimat meines Mannes ist und er sich das ohne irgendwie gar nicht hätte vorstellen wollen).
    Das Kleid hängt jetzt in einem Kasten am Dachboden. Vielleicht will es mal eines meiner Mädchen verwenden später. Zum Heiraten, für einen Debütantenball oder was weiß ich. Sonst ist es einfach eine schöne Erinnerung :)
    Bräuchte ich nochmal ein Brautkleid, wäre ich wohl selbstbewusster bei der Auswahl und würde drauf bestehen, dass der Rock nicht mit Unterrock (also irgendwie so „ausgestellt“) wäre, sondern ganz schlicht mehr oder weniger einfach nach unten fallend. Und ich würde flache Schuhe anziehen. Stöckelschuhe sind mir einfach furchtbar gewesen den ganzen Tag/Abend/Nacht.
    Meine Idee war, dass ich das Mieder dann weiterverwende und einen dunklen (blau oder weinrot?) Rock plus Bolero dazumachen lasse – dann hätte ich etwas für einen richtig feinen Ball. Aber die Wege gingen anders. Heute lebe ich auf einem kleinen Bergbauernhof und auf einen Ball komme ich wohl nicht so schnell, zumindest auf keinen, der so ein edles Outfit bräuchte *smile* – so hängt das Kleid eben so wie es ist in einem Schrank am Dachboden :)
    Viel Freude bei deiner Arbeit!!!!! maria

    P.S. Hier sieht man ein klein wenig vom Kleid:
    http://kreativberg.blogspot.co.at/2011/09/sonntagsfreuden_24.html

    1. Hallo Maria,

      dein Kleid klingt ja auch gut und sieht auch hübsch aus auf den Bildern. Mit einem geraderen, leicht fallenden Rock wärst du auf jeden Fall sehr aktuell gerade. (: Es wäre schön, wenn eines deiner Mädchen das Kleid später nochmal trägt oder vielleicht umarbeiten lässt. Ein toller Gedanke!

      Alles Liebe,
      Laura

  10. Liebe Laura ich finde deine Idee umwerfend. Geheiratet habe ich 1984 in Indien. Mein Kleid war aus roter Spitze Bodenlang mit Goldfäden durchwebt. Es hatte lange Arme aus roter Spitze. Dazu hatte ich einen rot goldenen Schleier aus Spitze. Dieses Kleid wurde in New Delhi von einer indischen Schneiderin angefertigt. Es war ein Traum. In meiner Größe 188cm gab es in Deutschland auch keines von der Stange…Meine Eltern haben übrigens damals wegen des Kleides die Hochzeit gemieden. Aber ich war so verliebt das es mir weiter nicht getroffen hat. In Deutschland wurde dann noch einmal in schwarzer Hose und weißer Bluse geheiratet. Für meine Eltern… Ein weißes Kleid wollte ich nie haben.. Liebe Grü0e

    1. Liebe Saunzi,

      das klingt sehr ungewöhnlich und sehr, sehr schön! Ich würde zu gerne ein Bild von deinem Kleid sehen. Das mit der Größe ging mir ja genauso, daher hätte ich mir gar nichts im Brautladen kaufen können, selbst wenn ich gewollt hätte.

      Alles Liebe,
      Laura

  11. Hi Laura,

    Ich habe, genau wie du, im letzten Jahr geheiratet und habe daher zu der Zeit deine Vorbereitungen genau verfolgt, da wir ebenfalls sehr viel selber gestaltet haben zu unserer Hochzeit. Ich habe in einem kurzen Kleid geheiratet, da ich mir nicht vorstellen konnte in so einem weiten „Wallewalle-Kleid“ mit Reifrock und Massen an Tüll auf dem Standesamt zu erscheinen. Ich wäre mir wohl mehr als verkleidet vorgekommen und ich wollte mich frei bewegen können. Da wir außerdem eine Gartenhochzeit gefeiert haben, fand ich dies einfach praktischer. Und ich habe diese Entscheidung definitiv nicht bereut. Allerdings muss ich zugeben, dass ich durch diese Entscheidung definitv nicht so die große Auswahl an weißen Kleidern hatte, als wenn ich ein typisches langes Kleid gewählt hatte. Und ich hatte mir ein gewisses Preislimit gesetzt, wodurch z.B. die wunderschönen Kleider von noni leider rausgefallen sind (die waren stilistisch mein Ausgangspunkt).Aber ich hatte Glück und habe das für mich perfekte Kleid gefunden. Zur Trauung trug ich zum Kleid die dazugehörige Stola, die ich aber beim Feiern abgelegt habe. Wir hatten traumhaft schönes Wetter und es war ziemlich warm. Für den Fall, das es nicht so schön gewesen wäre, hatte ich mir einen Bolero gestrickt, den ich aber erst spätabends übergezogen habe.
    Hier auf dem Blog unserer Fotografin findest du die Bilder unserer Hochzeit:
    http://riskaphotography.com/anne-oliver-garden-wedding-bisperode/

    Ich finde es auch heute noch immer sehr amüsant, wie viele (zu 99% positive) Kommentare mein Mann und ich zu unserer Schuhwahl bekommen haben :-)

    Alles in allem würde ich jederzeit wieder ein kurzes Kleid wählen und es mit einem netten Farbakzent kombinieren. Ein ganz wichtiges Entscheidungskriterium, dass ich auch jeder zukünftigen Braut mitgeben würde ist: Du musst dich rundum wohlfühlen in deinem Kleid. Fühlst du dich in irgendeiner Form verkleidet oder unwohl darin, sieht es einfach nicht toll aus.

    LG
    Anne

    1. Hihi, ein „Wallewalle-Kleid“! :D Aber ich weiß natürlich genau, was du meinst und ich finde dein Kleid äußerst zauberhaft. Die Bilder von eurer Fotografin sind toll und ihr seid auch ein supersüßes Paar – und eure Schuhe wirklich grandios!

      Danke für deinen lieben Kommentar! Und dass man sich nicht verkleidet oder unwohl fühlen sollte, kann ich nur unterstreichen.

      Alles Liebe,
      Laura

  12. meine mutter hat in den frühen 80ern im herbst geheiratet, in einem knielangen, langärmligen, sehr minimalistischen etuikleid in creme/elfenbein. das finde ich sehr schön auf ihren damaligen fotos. ich selbst würde nicht in reinweiss heiraten wollen und alles cremefarbene sieht fürchterlich an mir aus. blau fände ich toll, matte türkise seide in einem sehr geometrisch akkuraten schnitt vielleicht. auf jeden fall sehr hochwertiges material mit wenigen, aber kniffligen, geometrischen details und akkurater schulterbetonung. entweder kurz über knielang mit irgendeiner gemusterten strumpfhose drunter oder bodenlang. kurzärmlig für den sommer, 3/4 falls es kälter wäre.
    und schuhe flach (alles was absatz hat, geht aus orthopädischen gründen nicht), in einem grün- oder blauton.
    jacke zum überwerfen müsste an einen maskulinen jakettschnitt angelehnt sein.
    so wäre das wohl, müsste ich mir jetzt ein kleid ausdenken.

    1. Liebe Anna,

      das klingt wirklich minimalistisch für die 80er! (: Die Vorstellungen von deinem Kleid klingen super, das würde ich zu gerne umsetzen. (; Auch die maskuline Jacke sieht sicher klasse dazu aus! Danke für deinen lieben Kommentar!

      Viele Grüße,
      Laura

  13. hi laura,

    das wird eine interessante arbeit! warum nicht brautmode, sagen wir mal, intellektuell durchdringen, um dann ins praktische abzuzielen. würde ich gerne lesen, besonders den theoretischen teil. wie würde ich heiraten wollen? gar nicht, davon halte ich nichts. ich glaube nicht daran, gerade heutzutage. wo ich hingucke: scheidung, lug u. betrug. ist so. klingt hart, aber, die die meinen, ihre ehe hält ein lebenlang, werden auch noch belehrt. immer mit dem ärgsten rechnen: immer, egal was passiert, auf eigenen füßen stehen (können): guter beruf, gesund sein, fröhliche einstellung, auf sich achten, geld zusammenhalten, echte freunde finden&halten,stärkende hobbies…kann einen nochmal retten…
    meine mutti hat in dunkelblau geheiratet, ein kostüm, blauer hut, gaaanz einfach. zone eben. ohne schnick-schnack. knielanger dunkelblauer rock, kürzeres dunkelblaues jäckchen, weiße bluse. blumenstraß. in wernigerode.

    aber von meinem geschwalle abgesehen: du hast wieder gute ideen! lagen kombinieren, so dass jene sachen auch in den alltag rüberzubringen sind: quasi das besondere ins alltägliche kultivieren. das singuläre ereignis veralltäglichen! gute idee! weiter so, halte uns auf dem laufenden!

    lisa 88 grüßt!

    1. Ich denke, das kommt immer auf das Paar an und für mich ändert der Fakt, dass wir verheiratet sind, ohnehin nichts an unserer Beziehung. An der muss man ohnehin immer arbeiten, Trauschein hin oder her. Am Gefühl ändert das nichts, es „besiegelt“ nur auf traditionelle Art und Weise, was man ohnehin schon wusste. Aber wie auch immer: ist ja alles Ansichtssache! Danke jedenfalls für deinen konstruktiven Kommentar! (:

      Alles Liebe,
      Laura

  14. Ein tolles BA-Thema! Besonders, dass Hochzeitskleider nach dem Hochzeitstag noch tragbar sind finde ich total toll. Und war eines meiner Auswahlkriterien für mein schlichtes, knielanges, weißes Hochzeitskleid. Ich habe es bei COS gekauft und trug dazu dunkelblaue Kniestrümpfe, die zur Krawatte meines Mannes passten. Ich bin auf deine Ergebnisse schon sehr gespannt!

  15. Liebe Laura,
    ich bin schon sehr auf deine Entwürfe gespannt.
    Schnitttechnisch einfach gehaltene, aus hochwertigen Materialien hergestellte Brautkleider zu finden, ist nicht einfach.
    Ich habe mir einst mein Brautkleid selbst genäht, weil ich nicht wie ein in Tüll und Taft eingewickeltes Püppchen aussehen wollte.
    Viel Erfolg wünscht dir Heike

    1. Danke, liebe Heike! Über das „in Tüll und Taft eingewickelte Püppchen“ musste ich jetzt sehr lachen! Das trifft es leider oft auf den Punkt. (: Toll, dass du dein Kleid auch selbst genäht hast!

      Alles Liebe,
      Laura

  16. Liebe Laura,
    Ich finde das ist eine super Idee für deine Bachelorarbeit. Dein selbst genähtes Hochzeitskleid hat mir schon super gefallen, da es einfach perfekt zu dir passte! Und da wusste ich, dass ich das auch gerne hätte wenn ich heirate. Ein Kleid das nicht nur perfekt zu meinem Körper passt, sondern auch zu meiner Persönlichkeit. Ein Schichtensystem finde ich Klasse, besonders dass man nach der Hochzeit noch Kleidungsstücke anziehen kann und das super schöne Kleid nicht im Kleiderschrank vergammelt.

    So würde es auch reichlich Sinn machen, etwas mehr in das Kleid zu investieren. Ich bin so gespannt wie es weiter geht und freue mich auf deine nächsten Beiträge! Ich wünsch dir viel Mut, Motivation und Durchhaltevermögen!

    Lory

    1. Danke, liebe Lory! Vielleicht habe ich ja die Ehre, dir ein Kleid für deine Hochzeit schneidern zu dürfen. (: Deine guten Wünsche kann ich gut gebrauchen! (;

      Alles Liebe,
      Laura

  17. Hallo Laura,

    tolles Thema, ich bin schon ganz gespannt auf weitere Einblicke in deine Arbeit!! :)

    Ich habe erwartungsgemäß kein Brautkleid im Geschäft gefunden, was mir gefallen hat. Ich wollte eines mit Spitze, aber sonst ganz einfach, ohne viel schnick-schnack. Daher habe ich es mir von der Mitbewohnerin einer Freundin mit eigenem Label schneidern lassen. :D Die Entwürfe hat sie ganz nach meinen Vorstellungen erstellt und ich habe mir das ausgesucht, was mir am besten gefallen hat. :) Mit Unterkleid, Spitzen-Überkleid mit kurzen Ärmeln und einem V-Ausschnitt. Es war einfach perfekt! :) (In meinem Blog sieht man das Kleid auch auf 1-2 Fotos, falls es dich interessiert. :))
    Mir war es nicht wichtig, dass ich es danach nochmal trage, bzw. ich wollte dass es ein Kleid nur für diesen Tag ist und bleibt. :) Ansonsten war das Kleid selbst ganz in weiß, aber die Accessoires dazu und der Strauß in Gelb. :)

    Liebe Grüße und noch ganz viel Spaß und Freude bei deiner Arbeit! :)

    1. Liebe Yoojin,

      dein Kleid war wirklich zauberhaft, habe ich ja schon auf deinem Blog bewundert! (: Ohne viel schnick-schnack finde ich gut!

      Alles Liebe,
      Laura

  18. wirklich ein tolles thema… ich bin schon ganz gespannt und hoffe, du zeigst ein paar ergebnisse!

    mein kleid und alles rundherum kannst du auf meinem blog bewundern, wenn du magst. weil die finanzen nicht so riesig waren, gab es keine „shelly“ von noni, aber mein kleid war auch schön… ich würde es gern färben (hab es auch mit der wiederverwendbarkeit im kopf gekauft) und habe mich schon beraten lassen, aber leider sehen die ergebnisse der muster nicht so schön aus.
    was mir bei meiner suche gefehlt hat, waren erschwingliche modelle, ärmel (oder zumindest schöne jacken, boleros etc.), schöne unterröcke, farbige details und einfühlsame verkäuferinnen…

  19. Hallo Laura,

    schöne Themenwahl! Denn bei manchen Kleidungsstücken geht es ja nicht nur darum angezogen zu sein, sondern ein Stück Inneres nach aussen zu tragen. Eine Hochzeit ist für die meisten ein sehr wichtiger Tag, der für immer in Erinnerung bleibt und bestenfalls nur einmal erlebt wird. Ein hoher Anspruch der dann an so ein Kleidungsstück gestellt wird, wie man auch unschwer aus den Kommentaren filtern kann: Individualität, Persönlichkeit, Schönheit, Eleganz und vieles mehr…
    Ich selbst habe damals lange verzweifelt im Internet gesucht…denn auch ich wollte ein „etwas anderes“ Hochzeitskleid, konnte zu dem Zeitpunkt aber noch nicht so gut nähen und habe auch noch gestillt (das machte die ganze Angelegenheit sogut wie aussichtslos). Dazu kam, dass mein Konto als Studetin für ein 1x Kleidungsstück in exorbitanten Preisklasse nicht ausgestattet war. Am Ende dabei rausgekommen ist ein schlichtes Etuikleid in schwarz, dass ich auch jetzt (2 Jahre später) noch sehr gerne trage.

    Schlicht, leicht und wiederanziehbar. So sollten sie sein, die Hochzeitskleider. Was meiner Meinung nach viel ausmacht sind verschiedene Möglichkeiten zum „überwerfen“…die meisten Kleider sindja ohne Arm oder zumindest kurzärmelig…ein Bolero, ein Tuch, ein Jäckchen…passend zum Kleid. Das hat mir gefehlt.

    Liege Grüße, viel Spaß und viel Erfolg!

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