Unser USA-Roadtrip: Die Nationalparks

Nachdem ich hier bereits über den ersten Abschnitt unseres Roadtrips entlang der Westküste berichtet hatte, geht es nun ein wenig ins Landesinnere und zu unserem persönlichen Highlight: den wunderbaren Nationalparks! Viel umschwärmt und viel besucht und dennoch genau so beeindruckend, wie man sie sich vorstellt…

Zunächst ein paar grundlegende Infos:

- Eintritt: Die Nationalparks kosten zwischen 10 und 25$ Eintritt. Bei 6 Nationalparks, die wir besucht haben und einem durchschnittlichen Eintritt von 20$ wären wir insgesamt bei etwa 120$ herausgekommen. Mit der Jahreskarte bezahlt man einmalig 80$ für ein Auto mit bis zu 4 Personen, das war für uns deutlich günstiger. Die Jahreskarte kann man einfach bei der Einfahrt in den ersten Nationalpark erwerben.

- Übernachtungen: Gerade bei den großen und beliebten Nationalparks wie Yosemite oder Grand Canyon sollte man unbedingt eine Unterkunft vorbuchen. Wir buchten unsere Campingplätze zum Teil Monate im Voraus, zum Teil von unterwegs einige Tage zuvor. Leider hatten wir einen Denkfehler bei einer Buchung und mussten so bei der Ankunft im Yosemite feststellen, dass wir erst für den nächsten Tag eine Unterkunft gebucht hatten – not funny! So suchten wir ewig nach einem Platz, zumal wir gelesen hatten, dass widerrechtlich parkende Camper knallhart abkassiert werden. Letztendlich stellten wir uns auf einen reservierten Platz, der halb 12 noch nicht besetzt war und zahlten am nächsten Morgen. Ging auch, war aber unnötiger Stress.

- Geheimtipps: Karten sind eigentlich nur nötig, wenn man eine lange Wanderung plant. Ansonsten bekommt man bei der Einfahrt in jeden Nationalpark Kartenmaterial mit speziellen Tipps, auch zu aktuellen Ereignissen und Besonderheiten des Parks (ich sage nur: Bären). Für eine Erkundungstour sollten diese Infos eigentlich reichen. Ich würde empfehlen, so oft wie möglich das Auto stehen zu lassen und die kostenlosen öffentlichen Verkehrsmittel im Park zu nutzen. Und: sprecht mit den Rangern! Sie sind die Experten vor Ort und kennen den Park wie ihre Westentasche. Wir waren ganz traurig, weil wir bei Regen und Nebel im Bryce Canyon ankamen, aber der Ranger empfahl uns eine wunderbare Wanderung, die uns die Schönheit dieses Ortes auch bei vermeintlich „schlechtem“ Wetter erleben ließ.

GRAND CANYON

- Highlights: Viel sahen wir vom Grand Canyon leider nicht. Nach der Ankunft schauten wir uns die Aussichtspunkte am South Rim an und waren einfach nur überwältigt von der Aussicht. Für den nächsten Tag hatten wir eine Wanderung geplant, aber leider war es regnerisch und nebelig und so machten wir uns direkt auf den Weg.

BRYCE CANYON

- Highlights: Das absolute Highlight in diesem Nationalpark sind die roten „Hoodoos“ (Steinsäulen). Auf dem Queen Victoria Trail kann man zunächst den Ausblick über die Gegend genießen und dann zwischen die einzelnen Säulen absteigen. Die gewachsene Steinsäule in markanter „Queen Victoria“-Form markiert das Ende der kurzen Wanderung.

ZION

- Highlights: Mit dem Shuttle ging es für uns in den Nationalpark – auf dem Weg wurden per Durchsage die Highlights des Nationalparks erläutert. Wir unternahmen die Wanderung zum Angels‘ Landing. Die war anstrengend und ausgesetzt, aber der wunderschöne Ausblick über den Nationalpark am Ende entschädigt wirklich für alle Strapazen!

VALLEY OF FIRE

- Highlights: Die wunderschöne Fire Wave, die man vom Parkplatz in einem gemütlichen Fußmarsch von 10 Minuten erreichen kann, war mein absolutes Highlight. Das Foto von uns auf der Welle aus Stein ziert mittlerweile sogar unser Schlafzimmer. Unbedingt genügend zu trinken mitnehmen und auch zwischendurch immer wieder im Auto auf Temperatur bringen!

DEATH VALLEY

- Highlights: Wir hatten so viel Angst vor der Fahrt durch diesen Nationalpark, weil bei unserem Verleiher die Haftung für Pannen ausgeschlossen war. So starteten wir bereits um 5:45 in Las Vegas, checkten nochmal Öl, Wasservorräte und Benzin und machten uns dann auf den Weg. Wir stoppten an den Aussichtspunkten, den Sanddünen – und aßen sogar mitten in der Einöde ein Eis. Am Ende war es lustigerweise viel weniger heiß und aufregend als erwartet.

YOSEMITE

- Highlights: Im Yosemite verbrachten wir von allen Nationalparks die meiste Zeit. Wir unternahmen kleine und größere Wanderungen, wobei der 4 Mile Trail zum Glacier Point mit perfektem Blick auf den Half Dome mein persönlicher Höhepunkt war. Nach einem langen Abstieg an den Nevada Falls und am Fluss entlang schleppten wir uns schließlich zurück auf den Campingplatz. Dort erwartete uns aber glücklicherweise jeden Abend ein ausgedehntes Lagerfeuer mit S’Mores.

Mit dem Nationalparkbus kann man auch hier eine gute Rundreise machen und einfach da aussteigen, wo es einem am besten gefällt – beispielsweise am El Capitan, um Kletterer zu beobachten. Der Nationalparkservice hat eigens dafür öffentliche Ferngläser aufgestellt. Besonders hübsch fand ich die Bridalveil Falls, ein zart verwehter Wasserfall mit einem Effekt wie ein Brautschleier.

Ich hoffe, meine kleine Zusammenfassung hat euch gefallen! Es ist so schön, mithilfe dieser Posts nochmal ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen, wo doch unser Urlaub schon wieder 8 Monate her ist…

Eure

Kommentare

  1. Constanze sagt:

    Aaah, Erinnerungen! Ein paar Jahre ist es schon her, dass wir einen Roadtrip an der USA-Westküste gemacht haben und durch deine Posts kommen alle Bilder wieder hoch, so schön! Ich muss unbedingt auch mal drüber bloggen, auch wenn wir damals noch mit einer simplen Digitalkamera fotografiert haben und die Fotos dadurch einen gewissen, äh, Charme haben. :)

  2. Hanna sagt:

    Laura, das sind so wundervolle Bilder!!! Wirklich inspirierend, gerade der Yosemite Park erinnert mich sehr an unseren Kanadaurlaub gerade, wäre bestimmt mal was für uns. Danke!!

Hinterlasse einen Kommentar zu Constanze Antworten abbrechen