Auf einen Kaffee mit: Rosa von der Whole Food Box

Unter der Kategorie „Auf einen Kaffee mit…“ stelle ich euch regelmäßig kreative Menschen aus Leipzig vor, die meinen Weg gekreuzt haben und mir im Gedächtnis geblieben sind. Ganz einfach deshalb, weil ich es wunderbar finde, die kreative Szene meiner Heimatstadt sichtbar zu machen, die Geschichten hinter liebevoll gestalteten Produkten zu hören – und weil ich es mag, wenn Menschen sich gegenseitig unterstützen.

Diesmal traf ich mich mit der lieben Rosa im schönen Café Kater im Leipziger Westen. Gemeinsam mit ihrem Mann Johann hat Rosa die Whole Food Box gegründet, eine vegane Abo-Box voller gesunder und leckerer Produkte. Als begeisterte Abonnentin wollte ich gerne mehr über die Gründerin und dieses tolle Projekt wissen – und darüber, wie es eigentlich ist, mit dem eigenen Ehemann zusammen ein Unternehmen zu führen.

Wie alles begann…

Bei unserem Kaffee-Date erzählte mir Rosa, dass sie eigentlich Afrikanistik studiert und als Übersetzerin gearbeitet hat. Weil sie sich selbst seit 2013 vegan ernährt, begann sie nebenbei, sich immer intensiver mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen. Eine Auszeit vor der Geburt ihrer Tochter Nila im Jahr 2014 nutzte sie dann schließlich für eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin.

Bei Beratungen im Bekanntenkreis merkte sie jedoch, welch emotionales Thema sie sich für ihren neuen Berufsweg ausgesucht hatte – und fand es schwierig, anderen Vorschriften zu machen. Stattdessen suchte sie nach einem spaßigeren Weg, um zu vermitteln, wie vielfältig und genussvoll gesunde Ernährung sein kann. Gemeinsam mit ihrem Mann Johann entstand schließlich die Idee einer veganen Food-Box.

Die Idee

Mit ihrer Whole Food Box möchten Rosa und Johann zeigen, wie man sich ganz ohne Verzicht vollwertiger und gesünder ernähren kann. So finden sich darin gesunde Snacks, die nicht frittiert sind und Produkte wie Marmelade oder Ketchup ohne raffinierten Zucker, aber auch klassische Hülsenfrüchte und aktuelle Superfoods.

Rosa und Johann möchten, dass mehr Menschen ihr Essen wieder lieben lernen, indem sie sich selbst und der Welt beim Essen etwas Gutes tun – mit rein pflanzlichen Bio- und Fairtrade-Produkten. Neben der klassischen Abobox gibt es auch Einzelboxen zum Probieren oder Verschenken. Eine tolle Idee finde ich die plastikfreie Box.

Vom Startup zum wachsenden Unternehmen

Die Elternzeit ihrer Tochter Nila nutzten Rosa und Johann, um mit ihrer Whole Food Box zu starten – ohne eine rechte Idee, was ein eigenes Unternehmen eigentlich bedeutet. Während einer von beiden die kleine Tochter betreute, kümmerte sich der andere ums Business. Anfangs arbeiteten sie jeweils nur halbe Tage im Social Impact Lab an ihrem Projekt, mittlerweile wechseln sie sich tageweise mit der Betreuung ab und haben für ihr wachsendes Unternehmen ein eigenes Lager angemietet.

Um nicht nur Zeit als Geschäftspartner, sondern auch als Paar und Familie zu verbringen, haben sich Johann und Rosa klare Regeln gesetzt, die sie versuchen einzuhalten. So arbeiten sie in der Regel nicht am Wochenende und nach 20 Uhr – und machten in diesem Jahr zum ersten Mal seit dem Start mit ihrem eigenen Unternehmen einen richtigen Urlaub als Familie.

Gute Planung ist alles

An ihrer Tochter sehen die beiden am besten, wie es ihnen selbst gerade geht. Ist Nila unausgeglichen, nehmen das Johann und Rosa als Erinnerung, sich selbst besser zu organisieren und zu entspannen. Mittlerweile haben sie gelernt, wie wichtig gute Planung und Prioriäten sind. Jeden Abend besprechen sie gemeinsam den nächsten Tag, um ihre Aufgaben fokussierter angehen zu können.

Ein weiteres Ritual, das die beiden eingeführt haben, ist das „Zwischenfreuen“. Anstatt nur große Erfolge im Blick zu haben, führen sich Rosa und Johann ab und zu vor Augen, was sie schon alles geschafft haben – und wie stolz sie eigentlich sein können. Das motiviert sie auch, auf ihre großen Ziele hinzuarbeiten. Was für eine schöne Erinnerung!

Entspannt in die Zukunft

Mit dem Vertrauen in ihre Idee und dem Glauben, dass es statt Problemen nur Herausforderungen gibt, freuen sich Rosa und Johann auf ihren weiteren Weg mit der Whole Food Box. Ihr Ziel ist es, mit ihrem Projekt noch mehr Leute zu erreichen und das zu vermitteln, was ihnen wichtig ist. Außerdem träumen sie von einem Whole Food Box Kochbuch und einem VW-Bus, in dem sie mit ihrer Familie leben und arbeiten können. Mit ihrer wunderbar positiven Art wird ihnen sicher auch das gelingen.

Ich hoffe, der Einblick in dieses tolle Projekt und die Arbeitsweise von Rosa und Johann hat euch ebenso gut gefallen wie mir. Ich finde es immer so spannend zu sehen, wie andere Selbständige sich organisieren und vor allem auch Familie und Arbeit unter einen Hut bringen. Übrigens: die liebe Rosa schreibt mit Conscious Lifestyle of Mine auch einen ganz bezaubernden Blog – schaut mal vorbei!

Eure

Ein Kommentar

  1. Anke sagt:

    Danke Laura,
    ja die Idee einfach mal die Verbindung von Beruf und Kindern zu beleuchten ist für mich sehr spannend. Außerdem hast du es auch sehr nett geschrieben – gut Balance zwischen Privat und Allgemeinem.

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