Der erste Monat, der erste Stoff, das erste heiß geliebte Kleidungsstück.

Diesen Monat habe ich eine Menge fürs Studium zu tun, deshalb erlaubte ich es mir, kurz vor dem neuen Jahr schon mit meinem ersten heiß geliebten Kleidungsstück anzufangen. Wie man einen Grundschnitt für einen Rock mit leicht vertiefter Taille konstruiert, wird im Buch Design-It-Yourself Clothes sehr einfach und verständlich beschrieben.

Wie man sieht, wollte ich zuerst Taschen in meinem Rock haben. Später entschied ich mich jedoch dazu, dass ich lieber den Stoff wirken lassen möchte und der Rock bloß einen breiten Formbund bekommen soll. Also wandelte ich den Grundschnitt folgendermaßen ab:

Es gibt sicher tausend Techniken, einen Formbund zu konstruieren, aber mit dieser komme ich eigentlich immer gut zurecht und solange man den Abnäher nur ein paar Zentimeter verlängern bzw. kürzen muss (kommt auf die Breite des Bundes an), ist die gute Passform auch nicht in Gefahr.

Arbeit im Gange:

Nachdem der Schnitt fertig war, ging’s an den Zuschnitt. Noch schnell die Nahtlinien mit Kreide bzw. Kreidepapier markiert, dann konnte es auch schon losgehen: Vlieseinlage auf die Bundteile bügeln, Paspel selber herstellen (im Bastelladen fand ich einen speziellen Docht für Ölkerzen, der genau die richtige Dicke hatte und als Kordel perfekt geeignet war) und ein paar kleine erste Verzierungsarbeiten am Bund vornehmen…

Ich freue mich schon, so bald wie möglich an meinem neuen Rock weiterzuarbeiten! Ich denke, er wird total schön. Es macht wahnsinnig viel Spaß, jetzt schon an einem frühlingshaften Projekt zu arbeiten und sich dabei vorzustellen, wie man das Teil bei herrlichem Sonnenschein zum ersten Mal trägt…

21 thoughts on “Der erste Monat, der erste Stoff, das erste heiß geliebte Kleidungsstück.

  1. Ui, das sieht schon toll aus. Das wird bestimmt ein toller Rock! Und wie du schon schreibst, richtig frühlingshaft.
    Danke übrigens für den Link zu den Tipps für große Mädels. Ich muss ja sagen, beim Hosen kaufen habe ich in den letzten Jahren kaum Probleme (ok, ich habe fast nur Jeans, aber Cargo-Hosen für den Sommer gibts auch oft in lang), aber gerade bei Blazer oder Kleidern ärger ich mich immer über zu kurze Ärmel oder generell über „zu kurz“. Dein Tipp 3/4-Ärmel ist ja prinzipiell gut, aber entweder frier ich am ganzen Arm oder gar nicht – 3/4 ist gar nix für mich ;-)
    Ich glaub ich muss auch einfach „mal“ Kleidung nähen lernen…
    Viele Grüße, Denise

    1. Danke dir!
      Hast du schon gesehen, dass Long Tall Sally jetzt auch ’ne deutsche Seite hat? Damit wird das Zurücksenden wesentlich einfacher und günstiger. (:

  2. Interessant und sehr hilfsreich! Wenn ich wieder die Zeit dafür finde, würde ich sehr so etwas selbst machen. Ich habe das Gefühl, die Herstellung von eigenen Grundschnitten wäre vielleicht einfacher für mich als meine (misslungene) Anpassung von fertigen Schnittmustern, mal sehen! Danke. :-)

  3. Dein Rock wird sicher toll! Überhaupt finde ich deinen Plan mit den 12 Monaten und 12 Kleidungsstücken ganz toll! Ich möchte auch versuchen, mehr für mich zu nähen….
    LG, Steffi
    P.S.: Tolles Igel-Nadelkissen!!! :-)

  4. Ich mag Röcke mit Formbund viel lieber als ohne. Danke für die tolle Erklärung, wie ich selber einen konstruieren kann!
    Erst vorgestern habe ich mir überlegt das Buch „Design-it-yourself Clothes“ zu kaufen. Kannst du es für Anfänger empfehlen? Beschreibt das Buch eher Anpassungen oder Schnittkonstruktion? Ich such eher was für Anpassungen. Ich habe z.B. bereits zweimal vergeblich versucht eine Hose zu nähen. Beide Male in einem Kurs. Hat aber beide Male zeitlich nicht ganz gereicht und ich musste sie zuhause selber fertig machen. Und dann hat eben nicht alles gestimmt und meine Anpassungsversuche sind gescheitert. Kannst du was empfehlen?
    Ich hab mir vorgenommen dieses Jahr mehr zu nähen.
    Die Idee zum Rock und der Stoff sind toll. Bin ganz gespannt!

    XOXO, Sabrina

    1. danke für deinen lieben kommentar – freu mich, dass dir mein post gefällt! (:
      in dem buch geht’s eher um schnittkonstruktion. hier kannst du meine meinung zum buch lesen – und in diesem post findest du auch mein liebstes buch zum thema „schnitte abwandeln“. (: ich hoffe, das hilft dir weiter!

      viel erfolg auch bei deinem vorhaben, mehr zu nähen!

      viele liebe grüße,
      laura

  5. Liebe Laura, würde ich nicht gerade am Fenster sitzen und das Sauwetter draußen sehen, ich würde mit Deinem Post denken, es wären draußen mind. 15°C (Tendenz steigen) und wunderbarer Frühling. Die Fotos, die Beschreibung, das macht gleich Lust auf mehr. Aber das beste sind wirklich die Sonnenstrahlen auf Deinem Schreibtisch. Am heutigen Tag unbezahlbar!

    Ich bin schon sehr gespannt, wie der Rock aussehen wird, wenn er fertig ist!
    Eine tolle 12er Aktion!

    Liebe Grüße, Sindy

  6. Der Stoff ist so toll! Ich möchte auch einen!!! :-) Ich wünsche dir viel Spass bei der Weiterarbeit. Ich bin mir sicher, dass der Rock supertoll wird und bin gespannt auf die Bilder!

    1. klar, mach ich gern! (:
      ein normaler bund wird als gerader stoffstreifen zugeschnitten – so ein bund ist z.b. an klassischen bleistiftröcken oder so zu finden. ein formbund wird wie der name schon sagt in form zugeschnitten, deshalb passt er meist besser (steht nicht ab, sondern schmiegt sich an die taille an) und ist angenehmer zu tragen. alles klar?

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