Leser fragen, ich antworte.

In letzter Zeit haben sich wieder viele Leserfragen in meinem Postfach angesammelt. Die Antworten sind bestimmt auch für einige von euch interessant sind – also los…

1. Die Weste aus diesem Post und auch die orangene Jacke mit Schößchen finde ich beide total schön. Sicher hast Du beides selbst genäht – deswegen wollte ich einfach mal fragen, welche Schnitte du verwendet hast (konnte ich im Blog nicht finden), oder ob Du die Schnitte selbst konstruiert hast. (Glückliche Hummel)

Liebe glückliche Hummel,
die Weste habe ich secondhand gekauft, also nicht selbstgemacht, dürfte aber nicht schwierig nachzunähen sein. Entweder du verwendest einen Jackenschnitt wie diesen, lässt die Ärmel weg, verlängerst das Schößchen vielleicht noch ein bisschen und passt den Ausschnitt bzw. die vordere Kante an (siehe Zeichnung). Wenn du einen einfachen Schnitt mit Teilungsnähten hast, der dir gut passt, kannst du da auch ein Schößchen ranbasteln. Vom Aufwand her nimmt sich’s wahrscheinlich nichts.

Die orangefarbene Jacke mit dem Schößchen habe ich nach einem Burda-Schnitt genäht. Er war in der Ausgabe 08/2008.

2. Oh, eine selbstgemachte Eichhörnchenkette?! Da bin ich aber jetzt sehr neugierig, die würd ich gern genauer sehen! (Steffi)

Für Steffi und alle anderen, die beim diesem Outfit gerne einen genaueren Blick auf die Kette werfen wollten, gibt’s heute ein Detail-Foto. Das Material stammt übrigens aus dem Perlentaucher, zusammengebastelt hab ich’s selber.

3. Ich habe einige Klamotten, die gut passen und noch vollkommen in Ordnung sind, die ich aber gerne nochmal ein wenig anders hätte. Weißt du, wie ich aus noch intakten Klamotten einen Schnitt bekomme ohne sie aufzutrennen? (Steffi)

Liebe Steffi,
ja, es gibt eine Möglichkeit – und die ist noch nichtmal allzu kompliziert! Ich verwende immer diese Technik.

Alles, was du dafür brauchst, ist eine große Styroporplatte oder zwei (gibt’s für Cent-Beträge im Baumarkt), Stecknadeln und ein paar große Bögen Papier (oder eine Rolle Papier, sollte man sich eh irgendwann zulegen, wenn man öfter mit Schnitten arbeitet). Einzige Schwierigkeit sind Falten und Abnäher. Einfache Teile wie Shirts oder Röcke dürften allerdings kein Problem sein.

4. Du hast ja ein Buch heraus gebracht, kann man darin auch Sachen finden, die mit der Hand genäht werden können? Ich besitze nämlich keine Nähmaschine und es wird sicher noch dauern, bis ich eine zusammen gespart bzw genug Geld für Stoff und so weiter haben werde. (Sandra)

Liebe Sandra,
ja, mein Buch ist sogar speziell an Leute gerichtet, die gerade erst mit dem Nähen anfangen und noch keine Maschine haben. Erst weiter hinten im Buch werden auch einige Projekte erklärt, bei denen sich die Arbeit mit der Nähmaschine besser macht.

Du hast eine Frage zu Mode und Outfits oder zum Nähen und Selbermachen? Schick sie mir zu – ich freue mich darauf!

Kommentare

  1. Andrea sagt:

    Oooh vor allem das Video ist ja der Wahnsinn! Auf so eine Idee muss man erst mal kommen!

    Und die orange Jacke finde ich so super :)
    Ich hab gestern morgens erst wieder in deinem Buch geschmökert und mich dann so inspiriert gefühlt, dass ich eine Schürze genäht habe, inklusive Rüsche, Schrägband und Zackenlitze!!

    Eine schöne Woche,

    Andrea

    • Laura sagt:

      dankeschön! (: ich fand die idee auch klasse.

      ooh, das ist aber toll, dass dich mein buch so anregt! da freue ich mich riesig. (:

      dir auch eine schöne kreative woche!

      • Andrea sagt:

        Mir ist heute morgen eine Frage für die nächste Ausgabe eingefallen. Ungelogen, ich stand in der Küche, dachte an das Oberteil und dann: “Oh, das muss ich Laura fragen!” hihi ^^
        Ich habe ein kitschiges, aber total tolles Oberteil weitergereicht bekommen. Die Person, die es vorher hatte, ist kleiner als ich und jetzt sitzen die Ärmel ein wenig eng, Stoff wäre genug da, den Ärmelausschnitt weiter zu machen. Hast du da zufällig einen guten Tipp? Trennt man einfach die Naht unter der Achsel auf und verkürzt quasi die Seitennaht zugunsten des Ärmelausschnitts?

        • Laura sagt:

          liebe andrea,
          bei 90% aller oberteile ist es so, dass die seitennaht und die ärmelnaht (also die naht unter dem arm) in einem “rutsch” geschlossen wurden (also durchgängig mit ein und derselben naht). ist das bei deinem shirt auch so, würde ich folgendermaßen verfahren:

          1. ärmelsaum auftrennen. 2. die naht unter dem arm & die seitennaht ein stück auftrennen. 3. stoffkeil unterlegen (am besten vorher rundherum nahtzugaben versäubern) und von links oder direkt von rechts einnähen. 4. ärmelsaum wieder schließen.

          ich hoffe, das war verständlich!

  2. Stefanie sagt:

    Super Tipps! Das Video ist grossartig. Ich wünschte ich könnte das auch so zackzack! :-) Mich kitzelt es richtig in den Fingern, endlich auch mal wieder etwas zu nähen. Schade, wohnen wir nicht in der Nähe, dann könnten wir Nähwochenenden veranstalten:-)

    • Laura sagt:

      sooo lange dauert das eigentlich auch gar nicht und der aufwand lohnt sich! ja, das wäre wirklich toll… naja, vielleicht klappt’s ja trotzdem irgendwann mal. (;

  3. illa sagt:

    hallo laura,
    ich finde deine tipps immer sehr hilfreich!
    Kompliment zu deinem letzten kleid, dass du dir genäht hast, es steht dir wirklich gut!
    Übrigens mache ich derzeit auf meinem blog ein tolles gewinnspiel, mach doch mit!
    lg, illa

  4. Dit is Fashion sagt:

    …. Ich beobachte deine Seite schon ne Weile und das ist wohl das einzige was mir dazu noch einfällt. Du hast nen super Händchen für Modegeschmack und Kombinationen und ich finds klasse,dass du einige deiner Tipps preisgibst. Super Blog

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