Leser fragen, ich antworte: Aufbewahrung von Schnittmustern.

Vor einiger Zeit erreichte mich diese charmante E-Mail von Wiebke aus Hamburg:

“Ich frage mich das jedes Mal: Wie bewahrt ihr Schneiderinnen eure Schnittmuster auf? Die Dinger sind ja in der Regel recht groß und sperrig, vor allem, wenn man sie nicht auf Seidenpapier kauft, sondern z.B. von BurdaStyle ausdruckt und zusammenklebt. Aber was macht man, wenn man solche Schnittmuster später noch einmal verwenden will? Faltet man sie und bügelt sie bei der nächsten Verwendung wieder glatt? Hat jede Schneiderin einen Spezialschrank mit großen flachen Schubladen zu Hause? Oder hab ich da vielleicht völlig falsche Vorstellungen? Verrätst du uns dein Geheimnis?”

Liebe Wiebke,
natürlich ist nicht jede Schneiderin mit einem riesigen Raum gesegnet, in dem sie einen noch riesigeren Schrank für ihre Schnittmuster unterbringen kann. Einen solchen Zeichenschrank in A1 oder A0 stelle ich mir schon ziemlich praktisch vor… Solange ich allerdings kein eigenes Atelier habe, muss ich mir andere, platzsparendere Lösungen einfallen lassen, die sich zugleich besser in das Raumbild einfügen – denn meine Nähecke befindet sich im Wohnzimmer. Also bewahre ich den Großteil meiner Schnittmuster momentan in Körben und Stehordnern auf, die sich bei Nichtbenutzung in meinem Expedit-Regal verstecken. Einsortiert in die Originalverpackung oder eine beschriftete Klarsichthülle lassen sich so alte Schnittmuster leicht wiederfinden. Wenn ich die Schnittteile wiederverwenden möchte, muss ich sie allerdings – wie du schon richtig vermutet hast – erst einmal vorsichtig bügeln.

Schnitte, die ich selber konstruiert oder ausgedruckt sowie zusammengeklebt habe und die somit etwas stabiler sind, bewahre ich seit einiger Zeit am liebsten hängend auf. Dazu bekommt jedes Schnittteil ein Loch und wird auf ein Band aufgefädelt. Nach dem Beschriften hänge ich das Band auf einen Bügel, der dann ganz diskret in meinem Kleiderschrank verschwindet. Schnittmuster hängend aufzubewahren ist meiner Meinung nach die beste Lösung, weil sie nicht knittern und leicht wiederzufinden sind. Leider braucht man auch dafür relativ viel Platz. Ich überlege mir deshalb genau, welche Schnitte ich bald noch einmal verwenden möchte und bewahre nur diese in meinem Kleiderschrank auf.

Ich hoffe, euch gefallen meine Aufbewahrungsideen und würde mich natürlich riesig freuen zu hören, wie ihr eure Schnittmuster bis zur nächsten Benutzung lagert.

Habt einen entspannten Pfingstmontag!
Alles Liebe,

Kommentare

  1. Devi sagt:

    Die Idee mit dem Aufhängen finde ich super – vielleicht in so eine Kleiderschutzhülle, dass sie nicht doch versehentlich verknickt/gerissen sind, wenn ich mal schnell ein Kleidungsteil aus meinem vollen Schrank herausnehme (habe ein wildes Temperament ;-)). Bisher habe ich meine Schnittmuster gerollt in meiner Nähkiste aufbewahrt.

  2. Mona sagt:

    Die 3 oder 4 Schnittmuster, die ich besitze, liegen zusammengefaltet in einem Schrank. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man sie auch gut zwischen Hosenbügel klemmen und aufhängen kann, oder jeweils die Teile eines Schnittmusters mit einer Foldback-Klammer zusammenfasst und sie an einem Board/einem Nagel o.ä. aufhängt. Auch diese Leisten, in denen in Cafés manchmal Zeitungen eingeklemmt sind, könnten sich für eine Aufhängung eignen.
    Liebe Grüße, Mona

  3. mirij sagt:

    hallo laura,

    die schnittmuster, die ich wirklich oft nähe, habe ich mir auf pappe übertragen und ausgeschnitten. dort kommt dann ein loch rein, wenns schön sein soll, dann sogar mit öse :) diese hänge ich dann an einen langen nagel an der wand, dort habe ich sie immer griffbereit.
    allerdings ist es wie du sagst: ich habe ein nähzimmer und deshalb das privileg die schnittmuster dort an der wand auszustellen :)

    wenn ich sie in den schrank hängen würde, würde ich wie mona auch einen hosenkleiderbügel nehmen. dann kann man sich das lochen und auffädeln sparen…

    viele grüße, mirij

    • Laura sagt:

      das klingt auch toll! ich kann es kaum abwarten, irgendwann auch mein eigenes nähzimmer zu haben…
      das problem bei hosenbügeln: jedes schnittmuster muss eigentlich auf einen eigenen bügel (sonst fallen ja alle schnitt raus, wenn man einen herausholen will) – und das kostet wieder eine menge platz. außerdem habe ich die erfahrung gemacht, dass kleinere schnittteile gerne herausfallen. also bleibe ich vorerst bei meiner methode. (:

  4. Silke sagt:

    Bis jetzt habe ich den Überblick noch nicht verloren, was meine Schnittmuster betrifft. Meist falte ich sie und packe sie in die Tüte zurück. Wenn ich den Schnitt mehrmals verwende,
    bügel ich nochmal drüber. Schnitte, die ich mir auf Burdafolie kopiert habe, lege ich in eine Gefriertüte und beschrifte sie mit Datum, Größe, Anzahl der Schnittteile. Wenn ich dran denke, lege ich noch einen kleinen Stofffitzel mit rein. Dann fällt mir meist auf Anhieb ein, was ich da genäht habe. Dann habe ich noch einen großen Weidenkorb (Babykorb vom Stubenwagen) voll mit Pramos, Mod. Maschen, Sybille… Ein eigenes Zimmer habe ich leider auch nicht. Der Korb steht unter der Treppe alles Andere im Wohnzimmer. Anleitungen, die ich mir ausgedruckt habe, hebe ich in einem dicken Ordner auf. Ab und an miste ich mal aus.

  5. Anne sagt:

    Hm, ich schieb die großen Selbstgemachten einfach unter die Couch, andere pack ich in die Zeitungen zurück wo sie herkommen oder schieb sie in Klarsichthüllen. Die Idee mit den Bändchen find ich jedenfalls auch richtig gut! Sollte unter der Couch irgendwann mal kein Platz mehr sein, komm ich darauf zurück… Danke für den Tipp, liebe Laura! Immer wieder gut, hier zu sein.
    Liebe Grüße
    Anne

  6. Corinne sagt:

    Ich bewahre meine Schnittmuster so auf: Zusammenrollen und mit einem Stoffrest der Klamotte zusammenbinden, das ich daraus schon gemacht habe. Dazu habe ich einen kleinen Stoffsack genäht, in den ich die Rollen stelle. Das Ganze steht unten im Kleiderschrank.

    Toller Blog übrigens :)

    VG,
    Corinne

    • Laura sagt:

      liebe corinne,

      das ist auch eine tolle idee! dann weiß man immer gleich, was man mit dem schnitt bereits genäht hat und findet die schnitte auch schneller wieder.

      freut mich sehr, dass du meinen blog gerne magst!
      viele liebe grüße,
      laura

  7. antje sagt:

    ich kopiere meine schnittmuster aus durchsichtigem plastik ,kopiere das bild vom kleidungsteil&anleitung,stecke alles in eine din a 4 hülle&diese dann in einen ordner.schnitte aus plastk haben den vorteil,dass man beim zuschneiden von gemusterten stoffen dieses besser einbeziehen kann. viel spass antje

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