Superschnelles DIY: Mini-Makramee als Brosche

Irgendwann im letzten Jahr entdeckte ich meine Liebe zur Knüpfkunst Makramee. Meine Mama knüpfte in ihrer Jugend begeistert Makramee und versorgte mich nur zu gerne mit Informationen und Original-Anleitungen aus den 70ern – die an Aktualität übrigens nicht verloren haben. Und obwohl ich aufwändige Projekte wie Wallhangings total mag, stand mir diesmal der Sinn nach einem schnelleren Projekt für den Sommer. So kam mir die Idee, ein kleines Mini-Wallhanging für Jacken und Cardigans zu knüpfen.

Was soll ich sagen? Ich bin verliebt!

Du brauchst: Baumwollgarn in cremeweiß, Sekundenkleber, eine kleine Schere, einen Ast & eine Broschennadel

So geht’s:

1 Schneide dir 6 Fäden zurecht. Eine Armlänge pro Faden sollte reichen.

2 Knüpfe die Fäden wie gezeigt auf den Ast. Fixiere den rechten und linken Anfangsknoten mit etwas Sekundenkleber am Ast.

3 Beginne wie gezeigt mit einem halben Weberknoten.

4 Ziehe den Knoten fest an und knüpfe einen halben Weberknoten nach rechts über den ersten. Beide Knoten zusammen ergeben einen Weberknoten.

5 Wiederhole Schritte 3 und 4, bis du zwei Reihen Weberknoten geknüpft hast.

6 Knüpfe dann zwei Weberknoten nebeneinander, die jeweils um zwei Fäden nach innen versetzt sind. So entsteht eine dreieckige Form.

7 Knüpfe dann noch einen Weberknoten um die mittigen zwei Fäden, um die dreieckige Form zu beenden.

8 Nun knüpfst du einen diagonalen Cordonknoten. Hierbei wird der äußerste Faden mit zwei Knoten umschlungen und nach und nach als Diagonale nach innen geführt.

9 Mit dem zweiten Teil schließt du den Cordonknoten ab. Wiederhole Schritte 8 und 9, bis der diagonal liegende Faden in der Mitte deines Arbeitsstückes angekommen ist.

10 & 11 Knüpfe nun auch auf der anderen Seiten diagonale Cordonknoten um den äußersten Faden, bis dieser in der Mitte angekommen ist.

12 & 13 Mit einem letzten Cordonknoten verbindest du beide Diagonalen zu einem Dreieck.

14 Schneide zuletzt die Enden der Fäden ab, franse sie ein wenig aus und klebe eine Broschennadel auf die Rückseite deiner Brosche – fertig!

Glaubt mir: es sieht komplizierter aus, als es ist! Habt ihr beim Makramee erst einmal den Dreh raus, könnt ihr mit den Grundknoten so viele tolle Projekte realisieren. Und mit eingeknüpften Perlen, verschiedenfarbigem Garn oder einem bemalten Ast könnt ihr euer Makramee noch individueller gestalten.

Yay! Na dann viel Spaß beim Umsetzen.

Eure

Lieblingsoutfit: Mom Pants

Nach meinem Kleiderschrank-Makeover im Frühjahr stellte ich fest, dass mir ein paar ganz schlichte, universelle Teile für die Arbeit fehlten. Blüschen hängen ja in allen Varianten in meinem Schrank, aber eine Hose, mit der man direkt “angezogen” aussieht, fehlte mir noch zum Kleiderschrank-Glück. Online entdeckte ich dieses Modell von Y.A.S Tall, das mir direkt gefiel. Ich liebe die Passform und mag, dass die Hose hoch geschnitten und nur knöchellang ist. Trotzdem passt sie gefühlt zu allem und wurde schon an etlichen unkreativeren Tagen in den Laden ausgeführt. Top dazu – fertig!

Als ich die Hose bei Instagram als Muddi-Buxe betitelte, kam von meiner Mama aber gleich Widerspruch: “Solche hat die Muddi nicht. Sieht aber toll aus bei dir.” – Hatte sie aber mal, damals in den 90ern. Vielleicht mag ich die Hose auch deshalb so gern.

Sonnenbrille – secondhand aus London
Shirt, Kimono – selbstgenäht
Kette – Moorea Seal
Muddi-Buxe – Y.A.S Tall
Schnürschuhe – Clarks
Tasche – Gusti Ledertaschen

Das Outfit trug ich an einem freien Mittwoch, um mit meiner lieben Freundin Conny frühstücken zu gehen. Es ist so schön, sich ab und an einen freien Tag zu schenken, an dem man einfach mal ein wenig herumtrödeln und Freunde treffen kann – und sich keine Gedanken machen muss, ob man pünktlich zu dieser oder jener Zeit zurück ist. Also einfach treiben lassen, an den Rosen riechen und neue Ecken in der eigenen Stadt entdecken. Herrlich!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen Start in eine neue Woche, die wie ein unbeschriebenes Blatt vor uns liegt. Machen wir das Beste daraus!

Eure

DIY: Bestickter Fahrradkorb // Pimp my bike!

Nachdem ich im letzten Sommer das wunderbare mintfarbene Vintage-Fahrrad mit meinem Papa pimpte, hatte ich ständig das Bedürfnis, mein langweiliges Alltagsrad auch ein wenig aufzuwerten. Davon abgesehen, dass die Kette dringend Öl und die Reifen Luft brauchten, hatte das Fahrrad wirklich mal wieder eine Verschönerungskur verdient. Zuerst wechselte ich die alte Fahrradklingel gegen eine rot-weiß-gepunktete, die mir meine Schwiegermama geschenkt hatte. Dann war der rostige alte Fahrradkorb dran, den noch eine künstliche Blumenkette zierte, die sich im Laufe der Zeit von mehr und mehr Blüten verabschiedet hatte.

Den weißen Basil-Korb bestellte ich im Fahrradladen meines Vertrauens, es gibt ihn aber auch bei Amazon*. Er ist etwas kleiner als die sonstigen Körbchen, passt aber gut auf mein Rad. Ich entschied mich, ihm mit einem Rest roter Filzwolle und einer Sticknadel mit abgerundeter Spitze, die ich sonst für meine Strickprojekte verwende, noch etwas mehr Farbe und Leben einzuhauchen.

Das Besticken selbst war eigentlich ganz einfach. Mit einem langen Faden stickte ich zunächst ganz grob vor, wie der Schriftzug etwa auf dem Korb liegen sollte – als Führung quasi. Diesen Faden entfernte ich dann Stück für Stück, während ich mit schrägen Stichen die Maschen füllte. Hierbei wechselte ich die Richtung, wenn mir danach war und versuchte, nicht allzu perfektionistisch zu sein.

Am “Bein” des Buchstaben L führte ich den Faden ein Stück durch die Maschen auf der Rückseite, bevor ich mit den schrägen Stichen weitermachte. Am Anfang und Ende wurde das Garn ein wenig verknotet und verstochen und dann auf der Rückseite noch ein Stück durch die entstandenen Stiche gezogen, bevor ich es knapp abschnitt.

Et voilà… Mein neues Fahrradkörbchen! Ich bin so glücklich damit. Mein Bruder war so lieb, mir mit seinem DYMO Etikettendrucker* noch ein kleines Etikett zu machen, auf dem “Don’t steal me!” steht. Hoffen wir, dass es hilft… Dieser Tage werden so viele Räder geklaut in Leipzig.

Ich hoffe, mein kleines “Pimp my bike!”-DIY hat euch gefallen und ihr habt vielleicht Lust, eurem Drahtesel auch mal wieder etwas Liebe zu zeigen. Wir sehnen uns so oft nach neuen oder vermeintlich besseren Dingen, aber man kann auch so viel mit dem machen, was man schon hat – und schätzt es dadurch wieder viel mehr.

Eure

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Unser USA-Roadtrip: Die Nationalparks

Nachdem ich hier bereits über den ersten Abschnitt unseres Roadtrips entlang der Westküste berichtet hatte, geht es nun ein wenig ins Landesinnere und zu unserem persönlichen Highlight: den wunderbaren Nationalparks! Viel umschwärmt und viel besucht und dennoch genau so beeindruckend, wie man sie sich vorstellt…

Zunächst ein paar grundlegende Infos:

- Eintritt: Die Nationalparks kosten zwischen 10 und 25$ Eintritt. Bei 6 Nationalparks, die wir besucht haben und einem durchschnittlichen Eintritt von 20$ wären wir insgesamt bei etwa 120$ herausgekommen. Mit der Jahreskarte bezahlt man einmalig 80$ für ein Auto mit bis zu 4 Personen, das war für uns deutlich günstiger. Die Jahreskarte kann man einfach bei der Einfahrt in den ersten Nationalpark erwerben.

- Übernachtungen: Gerade bei den großen und beliebten Nationalparks wie Yosemite oder Grand Canyon sollte man unbedingt eine Unterkunft vorbuchen. Wir buchten unsere Campingplätze zum Teil Monate im Voraus, zum Teil von unterwegs einige Tage zuvor. Leider hatten wir einen Denkfehler bei einer Buchung und mussten so bei der Ankunft im Yosemite feststellen, dass wir erst für den nächsten Tag eine Unterkunft gebucht hatten – not funny! So suchten wir ewig nach einem Platz, zumal wir gelesen hatten, dass widerrechtlich parkende Camper knallhart abkassiert werden. Letztendlich stellten wir uns auf einen reservierten Platz, der halb 12 noch nicht besetzt war und zahlten am nächsten Morgen. Ging auch, war aber unnötiger Stress.

- Geheimtipps: Karten sind eigentlich nur nötig, wenn man eine lange Wanderung plant. Ansonsten bekommt man bei der Einfahrt in jeden Nationalpark Kartenmaterial mit speziellen Tipps, auch zu aktuellen Ereignissen und Besonderheiten des Parks (ich sage nur: Bären). Für eine Erkundungstour sollten diese Infos eigentlich reichen. Ich würde empfehlen, so oft wie möglich das Auto stehen zu lassen und die kostenlosen öffentlichen Verkehrsmittel im Park zu nutzen. Und: sprecht mit den Rangern! Sie sind die Experten vor Ort und kennen den Park wie ihre Westentasche. Wir waren ganz traurig, weil wir bei Regen und Nebel im Bryce Canyon ankamen, aber der Ranger empfahl uns eine wunderbare Wanderung, die uns die Schönheit dieses Ortes auch bei vermeintlich „schlechtem“ Wetter erleben ließ.

GRAND CANYON

- Highlights: Viel sahen wir vom Grand Canyon leider nicht. Nach der Ankunft schauten wir uns die Aussichtspunkte am South Rim an und waren einfach nur überwältigt von der Aussicht. Für den nächsten Tag hatten wir eine Wanderung geplant, aber leider war es regnerisch und nebelig und so machten wir uns direkt auf den Weg.

BRYCE CANYON

- Highlights: Das absolute Highlight in diesem Nationalpark sind die roten „Hoodoos“ (Steinsäulen). Auf dem Queen Victoria Trail kann man zunächst den Ausblick über die Gegend genießen und dann zwischen die einzelnen Säulen absteigen. Die gewachsene Steinsäule in markanter „Queen Victoria“-Form markiert das Ende der kurzen Wanderung.

ZION

- Highlights: Mit dem Shuttle ging es für uns in den Nationalpark – auf dem Weg wurden per Durchsage die Highlights des Nationalparks erläutert. Wir unternahmen die Wanderung zum Angels‘ Landing. Die war anstrengend und ausgesetzt, aber der wunderschöne Ausblick über den Nationalpark am Ende entschädigt wirklich für alle Strapazen!

VALLEY OF FIRE

- Highlights: Die wunderschöne Fire Wave, die man vom Parkplatz in einem gemütlichen Fußmarsch von 10 Minuten erreichen kann, war mein absolutes Highlight. Das Foto von uns auf der Welle aus Stein ziert mittlerweile sogar unser Schlafzimmer. Unbedingt genügend zu trinken mitnehmen und auch zwischendurch immer wieder im Auto auf Temperatur bringen!

DEATH VALLEY

- Highlights: Wir hatten so viel Angst vor der Fahrt durch diesen Nationalpark, weil bei unserem Verleiher die Haftung für Pannen ausgeschlossen war. So starteten wir bereits um 5:45 in Las Vegas, checkten nochmal Öl, Wasservorräte und Benzin und machten uns dann auf den Weg. Wir stoppten an den Aussichtspunkten, den Sanddünen – und aßen sogar mitten in der Einöde ein Eis. Am Ende war es lustigerweise viel weniger heiß und aufregend als erwartet.

YOSEMITE

- Highlights: Im Yosemite verbrachten wir von allen Nationalparks die meiste Zeit. Wir unternahmen kleine und größere Wanderungen, wobei der 4 Mile Trail zum Glacier Point mit perfektem Blick auf den Half Dome mein persönlicher Höhepunkt war. Nach einem langen Abstieg an den Nevada Falls und am Fluss entlang schleppten wir uns schließlich zurück auf den Campingplatz. Dort erwartete uns aber glücklicherweise jeden Abend ein ausgedehntes Lagerfeuer mit S’Mores.

Mit dem Nationalparkbus kann man auch hier eine gute Rundreise machen und einfach da aussteigen, wo es einem am besten gefällt – beispielsweise am El Capitan, um Kletterer zu beobachten. Der Nationalparkservice hat eigens dafür öffentliche Ferngläser aufgestellt. Besonders hübsch fand ich die Bridalveil Falls, ein zart verwehter Wasserfall mit einem Effekt wie ein Brautschleier.

Ich hoffe, meine kleine Zusammenfassung hat euch gefallen! Es ist so schön, mithilfe dieser Posts nochmal ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen, wo doch unser Urlaub schon wieder 8 Monate her ist…

Eure