Pretty Places: Langeoog im Herbst <3

Ihr Lieben,

ich dachte mir, ich mache mal eine Pause. Nicht mit dem Bloggen, denn ich habe schon so einige Ideen, wie wir’s uns in der Vorweihnachtszeit hier auf dem Blog richtig schön machen können. Nein, ich möchte lediglich die weiteren Roadtrip-Posts ein wenig aufschieben. Ich glaube, die wenigsten von uns möchten in der gemütlichen Zeit bis Weihnachten, in der die Natur sich langsam auf den Winter einstellt und die Blätter von den Bäumen fallen, Fotos vom sommerlichen Kalifornien, von Stränden und Nationalparks und blauem Himmel sehen.

Ich möchte diese Bilder (und ein kleines Video!) auf jeden Fall mit euch teilen, habe mir aber überlegt, bis Januar damit zu warten. Denn in der grauen Zeit nach Weihnachten kann die eine oder andere Aufmunterung in Form von sonnigen Urlaubsfotos, die vielleicht Vorfreude auf den eigenen Urlaub wecken, nicht schaden…

Wenn ihr also nichts dagegen habt, reisen wir heute mal auf die herbstliche Insel Langeoog, wo Maik und ich das lange Wochenende rund um den Tag der deutschen Einheit verbrachten. Sehr passend, wenn man es bedenkt, denn vor der Wiedervereinigung wäre für uns als Ostkinder eine Reise an die Nordsee undenkbar gewesen.

Maik schenkte mir das lange Wochenende an der Nordsee zum Geburtstag und ich freute mich riesig darauf, die Erinnerungen aus unseren Flitterwochen wieder aufzufrischen. Und – was soll ich sagen? Die Insel zeigte sich auch dieses Mal von ihrer besten Seite <3

Meine Oma wunderte sich sehr über uns, als sie von unseren Reiseplänen hörte. Aber, liebe Oma, ich kann dir und allen meinen Leserinnen versichern: Langeoog ist auch im Herbst eine wunderbare Idee! Allein die Fährfahrt ist immer ein besonderes Erlebnis, aber es gibt noch so viel mehr zu entdecken.

Man muss gar nicht lange überlegen, was man unternimmt, denn es liegt eigentlich auf der Hand:

♥ eine laaaange Teezeit in einem der vielen urgemütlichen Cafés genießen

♥ dazu den leckersten Kuchen probieren, den man in der Auslage entdecken kann

♥ die Insel per Fahrrad erkunden, vorzugsweise auf einem Tandem

♥ in der Sauna und im Schwimmbad die Seele baumeln lassen

♥ einfach mal im Bett bleiben und ein Buch lesen

♥ bei einem langen Strandspaziergang ordentlich durchpusten lassen

♥ durch die süßen kleinen Läden bummeln und ein paar ganz besondere Souvenirs entdecken

Wir hatten jedenfalls – wie auch schon beim letzten Mal – eine wunderbare Zeit auf der Insel und fühlten uns nach nur drei Tagen vollkommen glücklich und erholt.

Den Ring fand ich übrigens in einem der oben genannten süßen kleinen Läden direkt im Zentrum, in der Inselgoldschmiede & Schmuggelkiste.

Ein Wochenende auf Langeoog wäre natürlich nicht komplett ohne einen Besuch des kleinen, zuckersüßen Standesamtes, bei dem individuell für jedes Brautpaar ein Pflasterstein mit den Initialen in den Gehweg eingelassen wird. Den von Katja und ihrem Mann entdeckten wir leider nicht, ich konnte mir aber nur zu gut vorstellen, wie sie das Standesamt freudestrahlend verließen.

Ich hoffe, mein kleiner Bericht hat euch gefallen und wünsche euch einen wunderbaren Start in diese Woche, an deren Ende schon der erste Advent wartet. Wie verrückt das ist!

Eure

Ein achtsamer Herbstspaziergang

Am Montagmorgen hatte ich einen Termin in Plagwitz und da ich erst mittags im Laden sein wollte, nutzte ich diese unerwartete Freiheit für einen ausführlichen Spaziergang durch Leipzigs herbstlich-bunte Parks. Letztendlich lief ich am Kanal in die falsche Richtung und musste mit der Straßenbahn fahren, um nicht zu spät auf Arbeit zu kommen, aber selbst das fand ich irgendwie wunderbar. Wie oft sieht man seine eigene Stadt schon mit den offenen, neugierigen Augen eines Touristen?

Im vergangenen Jahr habe ich mich ein wenig intensiver mit Achtsamkeit beschäftigt. Umso mehr ich im Laden zu tun hatte, desto mehr suchte ich nach einem Ausgleich und entdeckte diese wunderbare Methode, die mir zugleich im oft stressigen Alltag das Gefühl nimmt, das Leben würde einfach nur vorbeirasen.

Das Tolle daran ist: man kann zwar Kurse besuchen und ganze Bibliotheken zu dem Thema leer lesen, doch eigentlich reicht auch ein Abendessen, um Achtsamkeit zu üben. Oder ein Gespräch. Oder eben ein Herbstspaziergang, bei dem man seine Aufmerksamkeit voll und ganz auf das “Jetzt” richtet. Doch weil das einfacher gesagt ist als getan, habe ich ein paar Ideen für euch zusammengetragen, wie ihr Achtsamkeit in euren Alltag integrieren könnt.

Die Fotos stammen übrigens von unserem allherbstlichen Pilz-Spaziergang vor ein paar Wochen.

1 Atme tief durch die Nase ein & durch den Mund wieder aus. Wie riecht die Herbstluft? Wie schmeckt sie? Merke, wie die frische Luft durch deine Nase in deinen Körper strömt und ihn durch den leicht geöffneten Mund wieder verlässt. Wiederhole das Ganze einige Male.

2 Schau dir die farbigen Blätter einmal genau an und zähle alle Farben auf, die du sehen kannst. Du wirst dich wundern, wie viele Nuancen es neben Tannengrün, Feuerrot und Senfgelb noch zu entdecken gibt.

3 Achte einmal nur darauf, welche Geräusche es macht, wenn deine Füße beim Laufen den Boden berühren. Raschelt das Laub unter deinen Schuhsohlen? Oder hat es kürzlich geregnet und der Boden ist ganz nass?

4 Sammle einige herbstliche Mitbringsel, bevor der Winter kommt. Es ist wahr: der Winter und die Weihnachtszeit sind nicht mehr fern. Nutze doch beim nächsten Spaziergang noch einmal die Zeit, um ein paar Andenken an den Herbst zu sammeln. Wie wäre es mit Kastanien, Eicheln oder leuchtend bunten Blättern, die du trocknen und in ein Fotoalbum kleben könntest? Oder du sammelst verschiedene Zapfen, die sich zum Beispiel wunderbar zu einem Türkranz verarbeiten lassen.

5 Schließe die Augen und achte ganz bewusst auf die Geräusche in deiner Umgebung. Fahren Autos vorbei, hörst du Kinder lachen oder Vögel zwitschern? Am Anfang ist es meist gar nicht so leicht, die verschiedenen Ebenen von Geräuschen zu unterscheiden, doch versuche einmal, sie zu entwirren.

6 Schaue dich genau um und versuche, die Verwunderung und Aufregung zu spüren, die du als Kind allem entgegengebracht hast. Ist die Natur mit all ihren Facetten nicht wunderbar faszinierend?

7 Richte deine Aufmerksamkeit einmal nur auf die Kleidung, die du an diesem Tag trägst. Wie fühlt sie sich an? Gibt es ein Teil, das du besonders magst? Was schätzt du besonders daran?

8 Frage dich zuletzt, wie es dir in diesem Moment geht. Bist du glücklich oder unglücklich? Warum? Wie es dir in diesem Moment auch gehen mag, versuche, einen Moment innezuhalten und Dankbarkeit für das zu empfinden, was du gerade erleben darfst. Du kannst auch eine kleine Liste der Dinge, für die du dankbar sein kannst, in deinem Kopf aufzählen.

Das Allerwichtigste jedoch ist: Setze dich selbst nicht zu sehr unter Druck! Es ist in Ordnung und völlig normal, wenn deine Gedanken häufig abschweifen. Doch versuchst du fortan, Achtsamkeit öfter in deinen Alltag zu integrieren und ganz bei dem zu sein, was du gerade tust, wird es dir immer leichter fallen. Ich habe vor kurzem gemerkt, wie schwer es mir fiel, mich beim Lesen eines Buches nur auf den Inhalt zu konzentrieren und fand es sehr schade, weil ich es immer geliebt habe, mich so richtig in ein Buch zu vertiefen. Doch ich bin sicher, auch hier macht Übung den Meister!

Ich wünsche euch einen bezaubernden Herbst – genießt ihn in vollen Zügen <3

Eure

Unser Roadtrip: Sleepless in Seattle

Maik schreibt: Wie ihr im letzten Beitrag lesen konntet, war der erste Stopp unseres Sommerurlaubs das schöne Island, Reykjavik um genauer zu sein. Nun, wie ging es weiter? Um das nächste Reiseziel zu erreichen, fliege man von Reykjavik in Nettozeit weniger als eine Stunde gen Westen (brutto waren es sieben Stunden), lande nahe einer Stadt am Pazifik, addiere 15°C Außentemperatur und versiebenfache die Einwohnerdichte. Nun verdopple man noch den durchschnittlichen BMI der Bewohner und man ist schon einmal in… genau, den USA. Sieht man dann noch eine Space Needle am verregneten Firmament, dann weiß man, ja genau… wir sind in Seattle angekommen.

Ihrem Ruf, eine regenreiche Stadt zu sein können wir zum Glück nicht bestätigen, da es – als Einstimmung zum restlichen Urlaub – schön sonnig war. Mit dem Zug ging es direkt vom Flughafen quer durch die Stadt ins Universitätsviertel, wo unser Hotel „in europäischem Stil“ … leider noch nicht bezugsfertig war. Fertig wie wir vom langen Flug und dem ewig langen Tag waren, haben wir uns zunächst in einem vietnamesischen Lokal neben Shultzy’s Bar & Grill gestärkt, um anschließend in einem kleinen Park abzumatten. Hier konnten wir uns ebenfalls vom kulturellen und klimatischen Gefälle zwischen Island und dem Bundesstaat Washington erholen.

Das Hotelzimmer im College Inn war bald für uns fertig hergerichtet und erwies sich als … wenn europäisch mit muffig und Why-should-I-clean-the-room-when-Febreze-is-my-friend gleichgesetzt werden kann, dann war es sehr europäisch angehaucht.

Was kann man in Seattle an einem Tag erleben? Sicher vieles!

Highlights waren auf jeden Fall der am Wasser gelegene Public Market mit frischen Blumen und kleinen Lädchen (und scheinbar auch der ersten Starbucks-Filiale) sowie das Entlangschlendern an der Promenade mit Blick auf die Skyline.

Leider werde ich an dieser Stelle aus meinem Beitrag gedrängt und muss jetzt meine Tastatur der Gastgeberin aushändigen.
Tschüss, bis bald,
Euer Maik”

Danke, lieber Maik, für deinen ausführlichen Bericht… Nun kommen wir aber mal zu den wirklich interessanten Infos. :D Denn ich schaffte es tatsächlich, mir vor dem Urlaub noch ein T-Shirt nach einem Stine Goya-Schnitt aus der CUT 02/14 und tollstem Jerseystoff in schwarz und weiß zu nähen. Dass ich aus diesem Stoff ein kastiges Shirt machen will, wusste ich schon nach diesem Post von Fredi, aber wie immer hat die Umsetzung etwas länger gedauert. Umso mehr freute ich mich, das neue Lieblingsteil (und das ist es!) mit auf unsere Reise nehmen zu können.

Kette – inLace
Shirt – selbstgenäht
Foto-Rucksack – Kelly Moore
Hose – Long Tall Sally
Turnschuhe – Nike

An diesem Abend in Seattle passte zum Glück alles zusammen und so bekam ich direkt im Skulpturenpark an der Pazifikküste ein paar tolle Magic-Hour-Fotos mit Gegenlicht von meinem Outfit. Da schlägt mein Modebloggerinnen-Herz direkt höher! Dank fetter Sonnenbrille sieht man auch nichts vom Jetlag, das zu diesem Zeitpunkt schon begann, seine Wirkung zu entfalten.

Dank meinem liebsten Blogger-Husband entstand eine ganze Flut schöner Aufnahmen. Als Entschädigung machte ich natürlich auch noch ein paar coole Gegenlicht-Fotos von ihm. So 1 bis 2. Hihi.

Ich hoffe, unser gemeinsamer Reise- bzw. Outfitbericht hat euch gefallen. Habt einen schönen Donnerstag und startet morgen gut ins laaange Wochenende!

Eure

Unser Roadtrip: #MyStopover in Island

Oh, wie schön ist Panam… Äh, Island! Genau deshalb überlegten Maik und ich letzten Winter auch eine Weile hin und her, ob wir dort oder in den USA unseren diesjährigen Sommerurlaub verbringen sollten. Schließlich fiel die Wahl auf die US-Westküste. Beim Durchblättern eines Prospektes entdeckte ich jedoch, dass man mit Icelandair eine Menge Ziele in den USA ansteuern könnte – und ohne Aufpreis bis zu eine Woche in Island bleiben. Das klang mehr als verlockend, denn so konnten wir unsere beiden Traumziele vereinen. Gesagt, getan!

So fanden wir uns einen schönen Septembernachmittages in Reykjavík wieder – und mussten uns nach hochsommerlichen Temperaturen in Deutschland erstmal an 10°C und eisigen Wind gewöhnen…

Und… Was soll ich sagen? Natürlich verliebte ich mich direkt in die isländische Hauptstadt! Die kleinen bunten Häuschen, die vielen süßen Lädchen und Cafés (mit den besten Toiletten, wie man oben sieht!)… So gemütlich und einladend und im September zum Glück überhaupt nicht überlaufen.

Für den nächsten Tag hatten wir eine Golden Circle Tour gebucht, um in der kurzen Zeit wenigstens ein bisschen von der Insel zu sehen. Den ersten Stopp machten wir bei einem geschäftstüchtigen Isländer, der sich trotz widriger Bedingungen zum Tomatenanbau entschloss – und scheinbar sehr erfolgreich Tomatensuppe und Kaffee an ausgekühlte Touristen vom Kontinent verkauft.

Weiter ging es zum Großen Geysir, der sich bereits durch seinen Schwefelgeruch ankündigte. Selbst das Leitungswasser riecht in Island übrigens nach Schwefel, wie uns der Busfahrer versicherte, sei die Qualität allerdings ausgezeichnet.

Für unser Stativ samt Fernauslöser ernteten wir während unserer Reise so viele neidische Blicke! So konnten wir uns selbst während dieses relativ kurzen Stopps ein wenig davonstehlen und ein paar schöne Bilder von uns machen.

Den nächsten Halt machten wir am Gullfoss, einem wunderschönen und riesigen Wasserfall.

Gegen den Gullfoss wirkte der Wasserfall in Þingvellir fast schon niedlich, aber die ganze Gegend dort war einfach wunderschön. Kleine Seen und Flüsse, Wälder und Wiesen und dazwischen die vereinzelt bemoosten grauen Felsen. <3

Am späten Nachmittag waren wir zurück von unserer Erkundungstour und konnten noch ein wenig in Reykjavík bummeln gehen. Ich freute mich wie ein Schneekönig, entgegen aller Vernunft (schließlich hatten wir sehr begrenztes Gepäck) die isländische Schafswolldecke zu kaufen, die ich am Tag zuvor entdeckt hatte! Und sie sollte uns während unseres Roadtrips noch gute Dienste erweisen…

Wenn man in Island essen geht, sollte man den Preis lieber nicht umrechnen! Das Essen ist megateuer, aber dafür gibt es unglaublich viele tolle und kreative Restaurants. Unseren zweiten und letzten Abend feierten wir mit einem superleckeren Abendessen in Form von Tapas und Cocktails im Public House Gastropub. Mmmmh, könnte ich gleich nochmal essen!

Nach diesem laaaangen Beitrag will ich mich jetzt mal kurz fassen: Island, du warst wunderschön! Wir kommen wieder, ganz bestimmt <3

Und deshalb wüsste ich gerne: Wart ihr schon einmal in Island? Was hat euch am besten gefallen?

Eure